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Thema: Putterschaft kürzen - Schläger anpassen?


sollte auf seinen Heimatgrüns einen Unterschied merken.

Ich merken auch einen Unterschied, welches meiner 6 verschiedenen Paar Golfschuhe ich anhabe. Das macht aber für mein Spiel keinen (messbaren) Unterschied.
Nur einen Unterschied zu merken, kann noch kein Argument sein.

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Es ist halt die Frage, welche Bedeutung man dem Putten beimisst. Wenn man einigermaßen Putten kann, locht man auch mal mit der Wedgekante ein. Nur so lange auf der Scorekarte der verschobene Meterputt das gleiche Gewicht wie der verzogene Drive hat, versuche ich den Puttanteil für mich zu optimieren. Aus meiner Sicht ist kein anderer Teil des Golfspiels nachhaltig mit so wenig Aufwand zu optimieren, wie das Putten, das immerhin, je nach Spielstärke 30, 40 oder gar 50% der Gesamtschlagzahl ausmacht.
Ich finde es hilfreich, wenn mein Putter meinen Puttstil unterstützt und ich nicht gegen die Eigenheiten des Putters arbeiten muss. Wenn man sich dann mal dem Voodoo einer Puttanalyse hingibt, wird man sehen, welchen Einfluss die Gewichtsverteilung auf einen konstanten Putt hat. Aber das Gewicht ist halt neben Schaftlänge, Putterform, Griff, toe-hang etc. nur einer von vielen Faktoren, die man hier auf seinen Puttstil inkl. Setup optimieren kann.
Ach ja, vom Plusbereich ist mein Handicap auch meilenweit entfernt, aber das Ziel, meine Puttzahl nachhaltig unter 30 zu bringen, habe ich schon.



@Jani: Hast du denn schon mal 10 oder wie du sagst 50g mehr im Putter gehabt?
Jeder der zwei oder drei Jahre Golf hinter sich hat, sollte auf seinen Heimatgrüns einen Unterschied merken.


Ich habe sogar noch über 10 Jahre mehr Golf hinter mir.
Putten kann ich immer noch nicht.
Ich zähle meine Putts auch nicht mehr. Als ich das noch getan habe bin ich quasi nie unter 34 geblieben.
Für mich ist Golf vom Tee zum Grün, dann fängt die Lotterie an.
Ich kenne ein paar Leute die in meinen Augen echt gut putten. Die machen das aber auch wenn man ihnen einen Stock mit einem Kieselstein unten gibt.
Ich habe mittlerweile eine Sammlung von 6 oder 7 Puttern.
Die kann ich wild durchwechseln, kommt immer das gleiche bei raus. Zu kurz, zu lang, zu links, zu rechts.
Hat absolut nichts mit dem Material sondern nur mit Unvermögen zu tun.
Ich kann noch nachvollziehen dass die Leute sich Schlägersätze anpassen lassen, habe ich auch gemacht.
Ob es was bringt, sei mal dahin gestellt.
Aber wenn ich lese das da teilweise Putterschäfte diskutiert und irgendwelche Vorteile von 300€ Schäften in den Raum gestellt werden (war in einem anderen Forum), da kann man doch wirklich nur noch lachen.
Was solls?
Steigert das Bruttosozialprodukt.



Für mich ist Putten ein großer Spaß beim Spiel, zumal ich den Druck mag, den ich mir selbst aufbaue um eine gewünschte Schlagzahl zu erreichen. Ich finde es total spannend, die Breaks, die Oberflächenstruktur eines Grüns einzuschätzen und dann einen Plan zu entwerfen und umzusetzen. Auch macht es mir Spaß 1-2 Stunden putten zu üben und an Details wie Rhythmus, Beschleunigung und Treffmoment zu arbeiten. Das auch hier der mentale Aspekt eine Rolle spielt und zu üben, diese Effekte zu beeinflussen, ist spannend. Aber da ist jeder anders und hat andere Schwerpunkte und Vorlieben.
Apropos Handschuhe- die Unterschiede merke ich auch und es gibt Tage, da fühle ich mich mit dem einen Handschuh so wohl, dass nahezu alle Schläge gelingen und mit dem anderen Handschuh eben nicht. Jeder Jeck ist halt anders..



Ich finde es total spannend, die Breaks, die Oberflächenstruktur eines Grüns einzuschätzen und dann einen Plan zu entwerfen und umzusetzen

und dann nach 6 Stunden und 108 Schlägen im Clubhaus zu erzählen, dass du nur 31 Putts gebraucht hast weil du die Grüns von allen Seiten zweimal gelesen hast.



@ff445
Nö, ich gehöre zu den Menschen, die durch Üben auch noch lernen und dadurch Situationen schneller erfassen und Abläufe flotter durchführen können. Allein schon die Reduzierung der Dreiputts bringt schon etwas mehr Speed, versuche das doch auch mal ;)



Putter kürzen macht in den meisten Fällen Sinn. Häufig stehen Spieler mit zu langen Puttern aus dem Grund zu weit vom Ball weg und wundern sich wo ihre Schleifen herkommen.
Allerdings ist die passende Länge des Putters von sehr vielen Faktoren ab. Größe, Beinlänge, Armhaltung, Standposition etc.
Im Unterschied zu den restlichen Schlägern macht es aber unabhängig von der Länge des Putters Sinn über die Messung mit dem PuttLab festzustellen welche Gewichtung unten und / oder oben sinnvoll ist. Damit kann man nämlich unterschiedliche Fehler minimieren.

Natürlich wird ein Augenfehler (z. B. Hornhautverkrümmung) bei aufrechterem Stand minimiert, aber niemals komplett ausgeglichen. Das ist der Grund weshalb beispielsweise viele Tourspieler mit einem Liniensystem auf dem Ball spielen. Dann ist der Augenfehler egal und ich vermeide Fehler die bei einem zu aufrechten Stand passieren können.

Es gibt durchaus Spieler die mit (fast) jedem Putter recht ordentlich putten, aber auch da kann man Unterschiede messen. Ich habe vor zwei Jahren 3 Stunden mit Bernhard Langer privat im Keller unterschiedliche Puttstile mit unterschiedlichen Putter ausprobiert. Auf meiner Puttmatte mit 4 Meter Länge und ovalem flexiblen Loch für die Längenkontrolle (einige von euch kennen meinen Puttkoffer) hat B. alle ca. 140 Putts gelocht. Allerdings hatten wir bis zu 8% Unterschied bei den Werten. Konnte man teilweise auch optisch sehen. Beispielsweise gingen die Bälle mit einer Session alle von links ins Loch rein. Mit anderen Worten, bei einem 5 Meter Putt hätte die reine Lochquote schon anders ausgesehen.

Zum Schluss, 1 oder 2 Gramm Unterschied machen in der Regel keinen Unterschied. (Selbst Torspieler spüren teilweise nicht den Unterschied von 10g im Griff.
Und dann kommt es auch auf das Griffgewicht an. Superstroke Griffe sind in der Regel sehr leicht (z.B. 60g leichter als ein Winn Jumbo Pistole Griff)

Snoopy



Gilt vielleicht für diejenigen, die den Puttschwung manipulieren und auf den Ball schauen.
Wenn ich mich (1,80m) normal vorbeuge, so dass die Arme Platz haben frei zu schwingen, passt bei mir ziemlich gut 35 inch. Bei 34 inch beuge ich mich halt etwas weiter vor. Mein alter Kramski mit 31 inch hat mir aber irgendwann Rückenschmerzen eingebracht.
Wichtig - für mich - meine Einheit Arme- Putter muss völlig frei runterhängen, dann schwingt das System auch extrem zuverlässig immer auf der gleichen Bahn.
Loslassen und nicht den Schlägerkopf auf eine bestimmte Bahn zwingen. Dagegen wird man sich immer mehr oder weniger unbewusst wehren—> unzuverlässig.
Wenn ich die Bahn so erzeuge und identifiziere, lege ich halt passend den Ball in den Weg. Nach 1-2 Tagen hat man das raus.
Hornhautverkrümmung?
Habe ich, natürlich in Kombination mit Brille.
Da ich den Ball aber gar nicht anschaue, ist das egal. Ich gehe ins Set Up (Ball im Weg des Putterkopfes), dann schaue ich ein winziges Ziel, einen 2 mm Fleck etwa einen Fuß vor dem Ball auf der Puttlinie an, für die ich mich vorher entschieden habe.
Dann habe ich eine super einfache Aufgabe, den Ball darüber rollen zu lassen. Die Einfachheit dieser Aufgabe gibt Selbstvertrauen.
Über das Rolltempo mache ich mir seit Jahren keine Gedanken, das rate ich wie früher als Kind beim Murmeln.
Mit den etwa 30 Putts pro Runde kann ich leben.
Ich Chippe gut, also einige up&downs, ab und zu ein Birdie, kaum 3 Putts.
Am Samstag mit dem umgebauten Kramski, den jetzt mein Sohn spielt, verlängert auf 34,5 inch, am Sonntag mit einem alten Scotty 35 inch, der als Winterputter dient.
PS, wir haben durchgehend Sommergrüns, solange es nicht gefroren ist, dann ist der Platz gesperrt.


Zuletzt bearbeitet: 17.01.18 17:46 von alpineberlinette
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