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Thema: Meanwhile in Wiesbaden


Wenn ich Ex on the Beach schaue denke ich auch immer daran wie das Format in D aussehen würde. Andere Länder andere ...


Zuletzt bearbeitet: 20.06.17 20:03 von daecler
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Ich habe mit 2.000,00 € Jahresbeitrag für einen wohnortnahen Golfplatz weniger Probleme als mit 200,00 € für eine Fernmitgliedschaft bei einer Anlage, auf der ich gar keine Runde spielen will.

Die 2.000,00 € gehen nämlich an den aus meiner Sicht richtigen Zahlungsempfänger, die 200,00 € an den falschen.

Gruß.

Andreas



Dein Greenfee das Du zahlen musst, wenn Du mit Deiner 200€ Mitgliedschaft irgendwo spielen willst, geht aber auch an den richtigen.


Zuletzt bearbeitet: 20.06.17 21:39 von distefano


Raumordnung


Ist keine Frage der Raumordnung, sondern des Marktes.



Exakt. Eine Frage des Marktes für Ackerland. Und der hat bei uns nichts mit der Bevölkerungsdichte zu tun.



Auf Ackerland darf man hierzulande gar keinen Golfplatz bauen, da muss zuvor eine Umwidmung des Geländes in Sport- und Freizeitfläche (oder so ähnlich) durchgeführt werden. Genauso kann man auch jedes Nicht-Ackerland dazu umwidmen, wenn der politische Wille besteht (und das war in den vergangenen Jahren durchaus immer mal wieder der Fall).

Mit Ackerland hat der Bau von Golfplätzen also direkt gar nichts zu tun. Es ist nur so, dass aufgrund der schlechten Ökobilanz von Ackerland eine Umwidmung politisch oft gerne gesehen wird. Und der Bau eines Golfplatzes gehört zu den wenigen Vorhaben, die zum einen eine bessere Ökobilanz aufweisen und sich zum anderen ohne staatliche Zuschüsse tragen und Arbeitsplätze und ggfs. sogar Steuereinnahmen beinhalten.

Die typischen Alternativen sind entweder der Siedlungsbau (wirtschaftlich interessant, Ökobilanz verheerend) oder das Naherholungsgebiet / die Parklandschaft (tolle Ökobilanz, aber wirtschaftlich uninteressant).

In anderen Ländern gibt es vollkommen andere Mechanismen, also sind die Preise für Land nicht wirklich vergleichbar. Beispielsweise baute man in GB&I die Golfplätze sehr gerne auf kärglichem Sandboden, der für die Landwirtschaft ohnehin nicht taugte. Dieses Land war billig zu haben, weil es wirtschaftlich damals nutzlos und der Naturschutz noch nicht erfunden war. In den USA gibt es riesige Flächen, da fällt ein Golfplatz hie und da nicht wirklich auf. Japan hingegen besteht zu 90% aus Gebirge und dementsprechend ist der Flächenverbrauch für Golfplätze eigentlich kaum darstellbar.

Warum Golf in GB&I günstiger ist als hierzulande hat auch noch andere Gründe, z. B. günstiges Wetter und niedrige Lohnkosten in der Provinz. Hie und da werden die Locals auch durch hohe Einnahmen im Greenfeeverkauf gesponsort. Ein Golfclub nahe London hat hingegen ähnliche Kostenstrukturen wie einer nahe Hamburg.

Ulrich


Zuletzt bearbeitet: 20.06.17 23:31 von ulim


politisch oft gerne gesehen wird


So wie auch die Umnutzung bspw in Logistik oder Wohnbau. In Regionen mit höherer Bevölkerungsdichte. Warum sonst kostet hier das Ackerland mehr als in bevölkerungsarmen Regionen?



Ich habe mit 2.000,00 € Jahresbeitrag für einen wohnortnahen Golfplatz weniger Probleme als mit 200,00 € für eine Fernmitgliedschaft bei einer Anlage, auf der ich gar keine Runde spielen will.

Die 2.000,00 € gehen nämlich an den aus meiner Sicht richtigen Zahlungsempfänger, die 200,00 € an den falschen.


Auch die 200€ könnten an den "richtigen Zahlungsempfänger", also den wohnortnahen Golfclub, gehen, wenn er dem Fernmitglied ein passendes Angebot unterbreiten würde...

Auch, wenn ich von früheren Aussagen von Herrn Weichselgartner nicht viel gehalten habe, macht Valley (mittlerweile ja unter Führung seiner Tochter), mittlerweile vor, wie sowas geht:

Ein "Golfpass" für Wenigspieler, die maximal 70km vom Club entfernt wohnen. DGV-Ausweis, Greenfees im Wert von rund 400€, unbegrenzte Nutzung der Range und 100€ Ballguthaben für insgesamt 500€.

Da kann preisliche keine Fernmitgliedschaft mithalten, das Geld landet beim lokalen Club anstatt beim Kartenhändler und wenn einer der Wenigspieler zum Vielspieler mutiert ist die erste Bindung zum Club schonmal hergestellt.



Ein "Golfpass" für Wenigspieler, die maximal 70km vom Club entfernt wohnen. DGV-Ausweis, Greenfees im Wert von rund 400€, unbegrenzte Nutzung der Range und 100€ Ballguthaben für insgesamt 500€.


Würde ich sofort nehmen, gäbe es das in meiner Nähe. So bin auch gezwungen 100€ "wegzuwerfen" nur um dann auf die Plätze in der Region zu kommen. Bei maximal 10 Runden im Jahr immer noch sinnvoller als 1500€, was so in etwas die Rate für eine Vollmitgliedschaft ist.



Und genau da dürfte wieder die Grenze an DGV-Kärtchen pro 9 Loch eine Rolle spielen. Wenn der Club "voll" ist, kann er dieses Angebot schlicht nicht mehr machen...

In diesem Zusammenhang müsste evtl nicht nur bei den Clubs der ein oder andere Zopf abgeschnitten werden.


Zuletzt bearbeitet: 21.06.17 15:12 von Andreas_Spengler


Und genau da dürfte wieder die Grenze an DGV-Kärtchen pro 9 Loch eine Rolle spielen. Wenn der Club "voll" ist, kann er dieses Angebot schlicht nicht mehr machen...

In diesem Zusammenhang müsste evtl nicht nur bei den Clubs der ein oder andere Zopf abgeschnitten werden.


Wenn ein Club voll ist muss/wird er so ein Angebot auch nicht machen (Valley hat hier mit insgesamt 36 Loch vermutlich auch bei sonst gut laufendem Betrieb einiges an Luft...).

Ich gehe aber mal davon aus, dass viele der Clubs, die immer auf Fernmitglieder/VcG schimpfen weil diese ihnen angeblich das Geschäft mit Vollmitgliedschaften kaputt machen auch bei der bestehenden Beschränkung durchaus solche Angebote machen könnten, ohne in Schwierigkeiten zu geraten.

Mittelfristig wäre es im Rahmen der sich verändernden Bedingungen aber sicher für viele Clubs wertvoll, wenn die Beschränkungen zumindest angehoben/modifiziert würden.





... viele der Clubs, die immer auf Fernmitglieder/VcG schimpfen weil diese ihnen angeblich das Geschäft mit Vollmitgliedschaften kaputt machen ...

Damit machen es sich viele der Verantwortlichen in den Golfanlagen zu einfach. Möglicherweise werden dann andere, in Summe bedeutendere Ursachen übersehen.

Gruß.

Andreas



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