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Thema: Epicondylitis humeri radialis


Wer hat den Erfahrung mit der Behandlung des berühmt, berüchtigten Golfer/Tennisarm, im Mediziner Deutsch "Epicondylitis humeri radialis"?

Freue mich auf Antworten.


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Hallo Freddy,

kann leider nur von den Erfahrungen meines Mannes berichten, der mal durch das tolle Spiel "Moorhuhn" einen Golfer-Ellenbogen im Winter bekam.

Salben haben nichts geholfen.
Spritzen haben nichts geholfen.
KG mit örtlichen Massagen (weiß nicht mehr genau, wie dies genau hieß) hat nichts geholfen.

Er hat dann auch noch als letztes Mittel auf seine Kosten eine Stoßwellenbehandlung durchführen lassen.
Hat leider nur wenig gebracht.

Inzwischen ist es weg! Warum, wissen wir nicht. Es hat dann aber viele Monate gedauert.

Gute Besserung

Monika



@ Monika

Die Erfahrungen Deines Mannes bestätigen

a) auch das zuviele arbeiten am PC mit der Maus führt zum Golferarm

und

b) lt.verschiedener Studien werden 85% der besagten Verletzungen innerhalb eines Jahres geheilt durch nichts tun

Aber wer kann das schon?



@ Freddy

Das ist zwar keine direkte Antwort auf deine Frage, aber ich möchte dir folgendes mitteilen:

Ich habe 3mal in meinem Leben mit Tennis begonnen, und jedes Mal musste ich wegen starker Handgelenk-Probleme wieder aufhören.
Golf spiele ich seit 2 Jahren (manchmal täglich), und habe noch nie ähnliche Probleme verspürt!
Ein unmittelbarer Zusammenhang der Beschwerden bei Tennis und Golf dürfte daher nach meiner Erfahrung nicht bestehen!

Liebe Grüße
Margot



@ Freddy

"... a) auch das zuviele arbeiten am PC mit der Maus führt zum Golferarm...."

Arbeiten?
Bei Moorhuhn?

Aber Du hast recht - sein Arzt hat ihm gesagt, daß er viele Patienten hat, die zuviel mit der Maus "arbeiten" : Moorhuhn, Solitär......

Soll nicht heißen, daß jeder, der einen Golfer-/Tennisarm bekommt, dies nur von solch sinnigem Tun bekommt. Ich will Dir hier nichts unterstellen.

Tschau

Monika




Hallo Freddy,

ich hatte ähnliche Probleme.

Die Beseitigung der akuten Beschwerden erfolgte durch Schonung, Eisbehandlung und Friktionsmassagen.

Anschließend habe ich mir andere Eisen angeschafft. Statt der Stahlschäfte verfügen diese über Graphitschäfte. Außerdem war das "Feedback" der alten Schläger ziemlich ausgeprägt. Bei den neuen Schlägern ist die Rückmeldung erheblich geringer.

Diese Änderungen mögen zwar nicht unbedingt förderlich für eine Verbesserung der Schwungtechnik sein, sie haben jedoch einen eindeutigen positiven Effekt. Ich habe seitdem keinerlei Probleme mehr mit Schmerzen im Ellenbogenbereich.

Viele Grüße
Who




Zuletzt bearbeitet: 20.03.03 17:27 von who


Hallo Freddy,

ich plage mich ebenfalls mit diesem Problem. Geholfen hat mir im Vorjahr eine sogenannte Stäbchenmassage. Hierbei kommmt es sehr darauf an, dass der Masseur sein Fach versteht. Anschließend sind Eisbehandlungen notwendig.

Grüsse aus dem bergischen Land

Heinrich



Letztendlich gibt es keine übereinstimmende Version zum Golf-, bzw. Tennisellenbogen. In letzter Zeit habe ich einige Quellen gelesen, die nur von einer Überlastung sprechen und eine Entzündung als Ursache total verneinen. Meistens treten ja keine Entzündungszeichen wie Schwellungen oder Wärmegefühl auf. Deshalb helfen dann in der Regel auch keine kortisonhaltigen Spritzen. Querfriktion, Dehnung und sogar Wärme (kein Eis!) werden z.T. empfohlen.

Andere sprechen wiederum von entzündlichen Veränderungen am Ansatz der medialen bzw. lateralen Sehne. Irgendwann kann das Problem dann auch chronisch enden.

In der Literatur findet man auch den Hinweis auf ein unerklärliches Verschwinden der Beschwerden. Allerdings war dort die Sprache von bis zu 2 Jahren bis zur plötzlichen Schmerzfreiheit. Fraglich ist natürlich wohin sich das Problem verschoben hat, der Körper wird wohl nur besser kompensieren und irgendwann an anderer Stelle sich wieder melden.

Die sog. IKEA- Krankheit tritt außerhalb der PC `Mausefalle´ auch häufig bei Hausfrauen auf, die schwere Taschen und Einkaufstüten schleppen.

Regelmäßiges Dehnen, ein gutes Muskelgleichgewicht (Unterarm) und eine ordentliche Golftechnik sind wohl die beste Prävention.

Jan




Ich bekomme sofort einen Golfer-Ellbogen wenn ich mit der linken Hand zu stark greife oder wenn ich zu steife/schwere Schäfte spiele und dann schön außerhalb der Mitte treffe.
Ich bekomme die gleichen Schmerzen, wenn ich Trizeps-Übungen mit zu hohen Gewichten mache, z.B. Dips mit meinem eigenen Körpergewicht.


Zuletzt bearbeitet: 20.03.03 20:31 von Administrator


Hallo, Freddy,

u. U. kann Dir eine sogenannte Epicondylitis-Spange helfen. Sie wird unterhalb des Gelenkes aufgesetzt und mittels Klettverschluss festgezurrt. Kann helfen, muss aber nicht.

Fairplay

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So ist das Leben, mal verliert man, mal gewinnen die anderen



@Freddy,

Fairplay hat recht. Der Golferellenbogen bei meinem Mann ist ja schon eine Zeit her und ich habe nicht mehr an das Ding gedacht.

Also ich heute morgen aus dem Keller mein Tragebag holte (ja, heute nachmittag gehts auf die Range und vor allem aufs Puttinggreen), habe ich das Ding auch gesehen.

Mein Mann hat konsequent über Monate hin diese Spange beim Golfen getragen - seine Schmerzen waren dann tatsächlich nach einiger Zeit weg. Er hat sich übrigens auch ein ziemliches Maus-Verbot auferlegt und sich daran gehalten.

Es hat geholfen!

Alles Gute

Monika



Hallo Freddy,

am meisten hat mir geholfen, den (die) Schläger nicht wie einen "Vorschlaghammer" festzuhalten (was beim Hämmern auf Dauer natürlich zu ähnlichen Problemen führt), sondern ihn ehr wie ein Musikinstrument zu halten und extrem leicht und locker zu schwingen.

Ergänzend habe ich Dehnungs- und Kräftigungsübungen für die Unterarmmuskulatur gemacht. Eis und Badagen haben nur wenig gebracht. So sind die Probleme dann von selbst wieder verschwunden.

Gruß

Tosko





Ich komme mir schon vor wie ein Feldenkrais Prophet, doch die Erfahrung zeigt, dass Fehlstellungen besonders im Schulter und Nackenbereich auch den Golfer- bzw. Tennisellebogen hervorruft. Mein Tipp, einen Therapeuten suchen, der manuell auf ganzheitlichem Wege an der Körperstatur arbeitet. Dafür sind bestens Feldenkrais Therapeuten oder Osteopeuten geeignet. Weg vom Symptom hin zur Ursache. Herzlichen Gruß, Uschi Beer
Hausfrauen haben es auch oft, weil sie die "Putzbewegungen" zu klein , kurz und hektisch machen und Druck an der falschen Stelle geben. Wir Frauen lernen von südamerikanischen und südafrikanischen Vorbildern, dass fließende, große und runde Bewegungen den Körper weniger belasten. Was lernen die Männer daraus: weicher, fließender, schonender. Nicht hacken und hauen, sondern schwingen, weniger hart in den Boden oder auf Betonmatten beim Golf. Wie Oliver sagt: Schläger und Schäfte, die schonen. Problematisch ist auch, zu viele Schläge zu schnell hintereinander. Weniger ist da mehr, um die Ellebogen und Gelenke zu schonen. Was auch hilft ist basische Ernährung, wenig Kaffee und Alkohol, kein Weißzucker und weißes Mehl, um das Körpermilieu zu ändern.



Hallihallo,
ich bin jetzt schon einige Zeit interessierter Leser aller Beiträge hier im Forum. Was hier so alles geschrieben wird ;-) - unglaublich. Vieles ist für einen Newcomer (ich spiele erst seit 7 Monaten Golf) meganützlich und hochinteressant. Manches obskur, einiges auch absurd (Gruß an Ernie an dieser Stelle).
Nun habe ich mich mit diesem Thema des Tennisarms/Golfarms vor etwa einem Jahr beschäftigen müssen. War bei sehr vielen Ärzten und habe so ziemlich jede Therapie über mich ergehen lassen müssen. Alles nutzlos (übrigens auch diese Spange, zumindest bei mir). Erst nach langer Zeit bin ich auf diese Seite gestoßen: http://airbed.ch/tennisarm/welcome.htm. Ich möchte hier keine Werbung für irgendeine Methode betreiben. Aber meine Schmerzen waren nach ca. 3 Wochen wesentlich besser, nach 2 Monaten war ich dann schmerzfrei. Vielleicht für alle Verzweifelten mal ein kleiner Lichtblick. Ohne Versprechungen machen zu wollen oder Garantien zu geben. Bei mir hat’s geholfen.
Cu Oli



Zuletzt bearbeitet: 21.03.03 10:37 von superoli


Ich habe gute Erfahrungen mit dem Gyro-Twister gemacht. Irgendwie scheint ein Trainingseffekt zu entstehen, der bei Tennis und Golf und was weiß ich wo noch hilft und der durch den großen Umfang des GT die angegriffene Stelle nicht reizt.

Ist auch ne feine Sache für zwischendurch, wenn gerade keine Maus zur Hand ist ;-)

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