Schlägerkopfgeschwindigkeit durch Schnellkrafttraining steigern
Ist es möglich durch Schnellkrafttraining die Schlägerkopfgeschwindigkeit zu erhöhen und damit mehr Länge zu erreichen?
Ja, es ist möglich die SKG zu erhöhen.6481%
Ja, es ist möglich aber es wird keine Länge bringen.68%
Nein, es ist nicht zu schaffen.911%
Editiert am: 08.04.08 23:12 von Apfelbach
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Thema: SKG durch Schnellkrafttraining erhöhen?


Ja Dan,
dann soll er mal ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern! Ich bilde mich da gerne weiter. Also, hier meine Gegenthese zur alten, etablierten Meinung, die er anführt:

The second biggest reason for a golfer lacking distance is WEIGHT TRAINING. Yup.
“Get stronger”, they say, “then you can hit the ball farther.” But all you’re doing is
making yourself move slower. There’s some scientific evidence discovered recently by
Dr. Ken Baldwin showing how weight training makes one’s muscles contract slower.


Er kann ja ruhig wider dem Pro sein, aber die Docs haben auch Wissen.;-))


Zuletzt bearbeitet: 24.02.10 20:21 von erdmann_p
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:-)

Er ist auch ein Doc und ein Leistungsportler-Trainer

Mal sehen was hier noch rauskommt.

vg

dan



Er ist auch ein Doc und ein Leistungsportler-Trainer

Mal sehen was hier noch rauskommt.


Richtig :) Wider Pro ist Doc und Sportwissenschaftler. Sportwissenschaften allein hat ihn anscheinend gelangweilt und er hat nebenher sein Medizinstudium absolviert. Beides natürlich mit weeeeeeeeeeeeeit überdurchschnittlichen Ergebnissen :) Vielleicht verrät er ja eines Tages auch noch welches trainingswissenschaftliche Standardwerk mit aus seiner Feder stammt? Aber dafür ist er doch zu bescheiden :)

An Wider Pro: Wann gehen wir denn endlich mal wieder auf ne Runde oder wenigstens auf nen Kaffee?

Schönen Tag und ich bin auch sehr an einer Weiterführung dieses Fadens interessiert! Man lernt ja nie aus, nech ;)



Gelöscht, weil irrelevant.


Zuletzt bearbeitet: 26.02.10 09:25 von Gudrun


Widerpro ist dann der richtige Ansprechpartner, da er sowohl die medizinische als auch die trainingswissenschaftliche Seite kennt und vertreten kann.

Das er bescheiden ist, sehe ich als großen Vorteil. Wenn er sein Wissen mit uns teilen mag, dann umso besser. Ich hab halt immer Probleme mit den Wörtern Richtig oder Falsch.
Zu oft haben sich ehemals richtige Entscheidungen als falsche herausgestellt. Ist doch wie mit der Wahrheit. Nicht so einfach. Ich sage auch, was ich für richtig halte, aber das ist nie allgemeingültig. Ist mehr der Wissensstand der Zeit. Der kann sich aber ändern, oder?

In der Trainingswissenschaft gibt es auch alle paar Jahre neue Erkenntnisse. Warum also so verbissen am Alten festhalten? Soll sich das Neue doch erstmal beweisen.
Dafür darf ich es aber nicht gleich in der Wachstumsphase kaputt machen, wie ich finde.

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Ich würde keine golfschwungähnlichen Übungen absolvieren, zumindest nicht am Anfang. Denn die verstärken nur ein Ungleichgewicht der Muskulatur, dass schon durch den Golfschwung hervorgerufen wurde.
Erstmal eine solide Basis schaffen und dann zu speziellen Übungen übergehen.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt für MICH persönlich beim Fitnesstraining vor allem komplexe Übungen zu machen. Kniebeugen, Kreuzheben, Bankdrücken.
Isolierte Übungen wie Bizepscurls, Butterfly machen meinem Gefühl nach langsam.



Denn die verstärken nur ein Ungleichgewicht der Muskulatur, dass schon durch den Golfschwung hervorgerufen wurde.


Da hab ich was gefunden, was funktioniert!
Google mal Speedchains. Ich habe mir sowas nachgebaut und es funktioniert sehr gut. Der Clou ist, dass sowohl der Durchschwung als auch der Rückschwung unter gleichmäßiger Belastung steht ohne die Gelenke zu überlasten. Bei Therabändern ziehst du ja nur unter Widerstand in eine Richtung. Die Kette hält dich unter Dauerlast. ;-))

Edit:



Zuletzt bearbeitet: 26.02.10 12:17 von erdmann_p


hallo,

ich fang mal an abzuarbeiten.

1. es ist völlig wurscht was ich mache oder gemacht habe, wichtig ist doch nur dass man seine Aussagen einigermassen belegen kann.

2. Eine Entschuldigung: Erdmann hat natürlich Recht, indem er fordert, das Wort "falsch" hat mehr eine aggressive Note, denn eine wissenschaftliche. Viele Sachen die absolut wahr waren, sind auch schon absolut als falsch erwiesen worden.
Danke Erdmann für diesen rhetorischen Hinweis!

3. Noch eine Entschuldigung. Für Zerstörung des Fadens. Hab initial auf die Frage, kann SKG durch Schnellkrafttraining erhöht werden, keine Beiträge verfasst, da ich da eine eigene Meinung habe. Erst als es um die Basics, Krafttraining etc. ging hab ich "eingegriffen", da mir zu viel Hörensagen und momentan nicht gültige Aussagen gepostet wurden. Das war aber alles OT. Sorry.

Die fachlichen Fragen...to be continued...




Und resultierend daraus entscheide ich mich für folgende Antwort:

Meine Meinung zum Thema des Fadens ist folgende:

Ein halbwegs erfolgreiches Krafttraining braucht minimal 2 x 1h Training pro Woche.
Wenn ein Golfer 5 x pro Woche 2h trainiert, würde das Schnellkrafttraining 20% seiner Trainingszeit ausmachen!!!!

Ich zweifle daran, das man sein Spiel um einen ähnlichen Prozentsatz verbessert, wenn man die neu erworbenen Schnellkraftfähigkeiten auch noch sinnvoll in seinen Schwung integrieren kann.
Dazu kommt, dass man diese nur nutzen kann, bei maximal !!! schnell ausgeführten Schwüngen. Wieviele sind das pro Runde?

Golf ist keine Sportart in der man einzelne Fähigkeiten maximieren sollte, sondern die optimale Abstimmung sucht.

Maximalkrafttraining und Schnellkrafttraining stehen m.E. also im Golftraining an allerletzter Stelle.
Das betrifft natürlich nicht das Krafttraining zur allgemeinen Leistungsfähigkeit oder Verletzungsprophylaxe.

Grüße

Alle weiteren aufgeworfenen Probleme, das Krafttraining im Speziellen betreffend, Integration des Krafttrainings in eine technische Ausführung, Auswirkungen von unterschiedlichen Krafttraining auf die Fasertypen etc...
sollten wir in anderen Fäden diskutieren.



Ich zweifle daran, das man sein Spiel um einen ähnlichen Prozentsatz verbessert, wenn man die neu erworbenen Schnellkraftfähigkeiten auch noch sinnvoll in seinen Schwung integrieren kann.


Lieber Widerpro, du musst diese Aussage nicht belegen, ich wäre schon froh, wenn ich sie halbwegs verstehen könnte. Meinst du damit, 20 Prozent Schnellkraft-Trainingszeit bringen nicht 20 Prozent Spielverbesserung? Wie ist das mit der sinnvollen Integration gemeint? Und würde der Umkehrschluss deiner Meinung nach zutreffen: 80 Prozent Technik-Trainingszeit bringen 80 Prozent Spielverbesserung?



Das ganze Schnellkrafttraining macht für den gemeinen Golfer doch recht wenig. Das Problem für eine gerine Weite sind meistens Technik und die motorischen Fähigkeiten. Da nützt ein Schnellkrafttraining gar nicht oder nur sehr wenig. Ich kenne einige Golfer, die vor dem Golf keine oder kaum andere Sportarten betrieben haben, deren Länge ließ eigentlich immer zu wünschen übrig, auch wenn sie schon länger Golf spielten. Aber ich kenne einige Tennisspieler, die schlugen nach einigen Golfstunden meist deutlich weiter.

Für mich macht das nur Sinn für ein ambitionierten Golfer, der mit seiner Technik annähernd das Maximum an Weite herausholt. Und dazu noch die Zeit dazu hat!



Das Problem für eine gerine Weite sind meistens Technik und die motorischen Fähigkeiten. Da nützt ein Schnellkrafttraining gar nicht oder nur sehr wenig.


Sehe ich genauso! Ich habe schon so oft mit Leuten gespielt, die eine gute Muskulatur und Schnellkraft haben (z.B. Handballer), aber den Ball nicht weit gehauen haben.

Da würde Techniktraining tatsächlich deutlich mehr bringen..



Ja Gudrun, luke und hemmi haben s sinnvoll zusammengefasst.

Ich glaube, dass Schnellkrafttraining fast allen Golfern nix bringt.
Wollte, um es deutlich darzustellen, aufzeigen das bei jemanden der 10h die Woche golft, ein solches Training schon 20% Trainingszeit bedeuten würde.
Damit fallen dann doch schon die allermeisten raus.

Mir ist klar das 20% Trainingszeit nicht 20% Verbesserung des Spiels bedeuten. Aber man beginnt über sinnvoll genutzte Zeit nachzudenken.



Sollte man das nicht ein bisschen individualisieren? Apfelbach zum Beispiel hat sicher einen in sich gefestigten Schwung. Durch Techniktraining dürfte er kaum mehr Schlägerkopfgeschwindigkeit bekommen. Ihm bleibt meiner Ansicht nach deshalb nur ein Schnellkraft-Training, wenn er mehr SKG will. Auf der anderen Seite steht ein Anfänger, für den in erster Linie Technik-Training zu mehr SKG verhilft. In der Mitte dieser beiden Extreme muss von Fall zu Fall abgewogen werden, was in welcher Phase wieviel bringt.

Mir persönlich bringt ein Schnellkraft-Training sehr viel, wobei Schnellkraft-Training in erster Linie Maximalkrafttraining ist. Ich bin vier- bis fünfmal in der Woche auf dem Golfplatz und zweimal in der Woche in der Muckibude. Wäre ich sechs- bis siebenmal auf dem Golfplatz würde das für mich keinen wesentlichen Fortschritt bringen, zumal der Körper auch Regeneration braucht. Zudem macht man ein Schnellkraft-Training ja nicht ständig, sondern immer wieder phasenweise, bevorzugt auch in den Wintermonaten, so dass es dem Golf-Techniktraining nicht unbedingt Zeit wegnehmen muss.

Ausserdem verbessert ein Schnellkraft- oder Maximal-Training - soweit ich das bei mir feststellen konnte - auch die Koordinationsfähigkeiten, was wiederum beim Golf-Techniktraining enorm hilft.

Welches Training für wen sinnvoll ist, ist sehr individuell. Aber ich würde aus eigener Erfahrung nicht sagen, dass jede Minute auf dem Golfplatz sinnvoller ist. Das hängt vom jeweiligen Einzelfall ab. Und vom Trainingsplan. Dafür kann ich den Fitness-Trainer in SLR sehr empfehlen, von dem das Projekt Schnellkrafttraining, das der Ausgangspunkt dieses Fadens war, übrigens stammt.



Hallo Gudrun,

dein Beitrag ist sehr richtig.

Bei Deiner Trainingshäufigkeit müssen die Spieler dann irgendwann selbst (oder mit Trainer) entscheiden, welche Prioritäten sie setzen.
Das macht dann auch die Spreu vom Weizen aus. Wenn Du denkst, das Dir mehr Golftraining nix mehr bringt, ist das durchaus legitim.

Den Hinweis mit der Regeneration teile ich nicht. Da Krafttraining energetisch ja viel aufwendiger ist, sowohl in der Trainings, als auch Erholungsphase. Das zehrt doch eher.

Und der zweite Hinweis, wäre auch nicht ganz korrekt. In den Wintermonaten würde man ein Hypertrophie und Maximalkrafttraining machen. Das Schnellkrafttraining erfolgt kurz vor bzw. in der Saison.

Grüße

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